07

Jul

Google AdWords Anzeigen mit Shop-Bewertungen

Kategorie: Online Marketing,SEM

Autor: Benjamin Häntzschel

Auf der US-Seite von Google werden bei der Schaltung von Werbeanzeigen auch die Bewertungen aus der Google Produktsuche mit angezeigt. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis dieses Feature auch in Deutschland aktiviert wird. Händler sollten auf den Start vorbereitet sein, um dann rechtzeitig von den Vorteilen profitieren zu können.

Die Google Produktsuche ist entweder in der vertikalen Suche, durch den Link Shopping, erreichbar oder durch eine Integration der Suchergebnisse in der Universal Search. Shop-Betreiber können sich für die Produktsuche anmelden und müssen dann einen Product Feed für Google erstellen und einreichen. Weitere Informationen zum Google Product Feed finden sich in diesem Artikel auf Google Knol.

Die Shop-Bewertungen werden nicht direkt bei Google abgegeben. Google aggregiert die Bewertungen verschiedener Bewertungsportale wie zum Beispiel Dooyoo.de, Shopvote.de, Cheap-Charlie. Die einzelnen Bewertungen werden zusammengefasst und dann als Sterndarstellung angezeigt (1-5 Sterne).

Erscheint die Anzeige im Premiumbereich, so wird neben der Bewertungsskala auch die Anzahl der Bewertungen mit angegeben. Bei der Anzeige im rechten Bezahlbereich erscheint nur die Bewertungsskala. Mit einem Klick auf rated oder reviews kommt man auf die Bewertungsseite der Google Produktsuche.

Zusätzlich zu der Sternenskala erscheint nun eine Aufteilung in verschiedene Balken, die den Anteil der einzelnen Bewertungen nach Sternanzahl anzeigt. Möchte man den ganzen Bewertungstext lesen, so gelangt man auf das jeweilige Bewertungsportal.

Vorteile

Noch ein recht geringer Anteil an Online-Shops in Deutschland nutzt die Möglichkeiten der Google Produktsuche. Wer in der Produktsuche erscheint und zugleich AdWords schaltet kann doppelt profitieren.

Zum einen bietet die Google Produktsuche eine weitere Möglichkeit kostenlos Traffic auf den eigenen Shop zu leiten. Die Einreichung eines Product Feeds bei Google ist kostenlos. Die anschließenden Klicks verursachen, wie im organischen Bereich der Suchmaschine, keine Kosten.

Zum anderen sticht, durch die Darstellung der Sterne, die AdWords Anzeige mehr ins Auge. Die Wahrscheinlichkeit einer besseren Click-Through-Rate steigt, da noch nicht alle Shops diese Möglichkeit nutzen. Eine bessere Click-Through-Rate (CTR) kann den Qualitätsfaktor steigern. Da der Qualitätsfaktor einen großen Einfluss auf den Klickpreis für die Anzeigen hat, können dadurch die Klickpreise für die Anzeigen sinken.

Gefahren

Liegen die Bewertungen des Online-Shops eher im unteren Bereich, so kann eine zusätzliche Darstellung der Bewertungen in den Anzeigen die CTR sinken lassen. Wer will schon bei einem Shop mit schlechter Bewertung kaufen? Eine schlechtere CTR kann wiederum einen schlechteren Qualitätsfaktor und somit einen höheren Klickpreis für die Anzeige zur Folge haben. Zudem steigt durch einen schlechteren Qualitätsfaktor auch das Mindestgebot zur Anzeige der Anzeige an.

Wer schlechte Bewertungen hat, sollte diese ernst nehmen und die Kritik positiv aufnehmen. Eine Qualitätssteigerung kann sehr schnell das Meinungsumfeld ändern und positive Bewertungen hervorrufen.

Sobald der Bewertungstext voll angezeigt werden soll, gelangt man auf die Seite des entsprechenden Bewertungsportals. Geht der potentielle Käufer nun nicht mehr zurück zur Google Suche, so muss ein entsprechender Link zum Shop auf der Bewertungsseite des Bewertungsportals vorhanden sein. Der Einsprung kann hier jedoch nicht, wie bei Google AdWords mit angegeben werden. Meistens verlinken diese Portale direkt auf die Startseite. Ein gezielter Einsprung ist so nicht möglich und man muss sich darauf verlassen, dass der Kunde den richtigen Weg findet.

Fazit

Hat der Online-Shop positive Bewertungen, so sollte der Google Porduct Feed genutzt werden, um jetzt noch den geringen Wettbewerb dort zu nutzen. Die geringe Teilnahme von Händlern an der Google Produktsuche kann sich zudem durch Hervorheben der Anzeige positiv auf die CTR, den Klickpreis und somit auch möglichen Konversionen auswirken. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis die Integration der Shop-Bewertungen auch auf Google Deutschland eingesetzt wird. Vorbereitungen durch die Teilnahme an der Google Produktsuche und ein Anreizsystem für Bewertungen sollten schon einmal erfolgen.

14

Mai

Bewerbung über Google AdWords Anzeigen

Kategorie: Allgemein

Autor: Benjamin Häntzschel

Heute mal eine sehr kreative Idee für eine Bewerbung. Beim Lesen meiner Tweets bin ich durch @mariofischer gerade auf einen Artikel von BlogZwoNull gestoßen.

Ein Jobsuchender hat für die Bewerbung einfach die Namen seiner potentiellen Arbeitgeber als Keyword in Google AdWords eingebucht und darauf gehofft, dass diese nach ihrem Namen suchen und die Anzeige dann lesen.

Ob er dabei erfolg hatte? Seht euch das Video selbst an! :-)

09

Apr

Mehrere Tweets auf einmal bei Twitter löschen

Kategorie: Twitter

Autor: Benjamin Häntzschel

Es gibt viele Gründe, weshalb man seine alten Tweets löschen will. Viele möchten einfach nicht, dass auf so viele Informationen der letzten Jahre zugegriffen werden kann. Auf der Suche nach einer Möglichkeit alle bisherigen Tweets zu löschen hat man bei Twitter im Account nur 2 Möglichkeiten:

1. Jeden Tweet einzeln löschen (sehr aufwendig)
2. Kompletten Account löschen und alle Follower verlieren

Da beide Methoden nicht gerade eine gute und effektive Lösung bieten, habe ich mich auf die Suche nach einer anderen Möglichkeit gemacht. Dabei bin ich auf TwitWipe gestoßen. TwitWipe ist ein Dienst, der es einem ermöglicht automatisch alle Tweets auf einmal zu löschen.

Da momentan nur 150 Tweets pro Stunde automatisch gelöscht werden können, kann es bei einem Account mit über 10.000 und mehr Tweets doch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Das ist jedoch immer noch effektiver als jeden Tweet einzeln zu löschen.

Meiner Meinung nach bietet TwitWipe eine gute Möglichkeit mehrere Tweets zu löschen. Und dass bei einem Aufwand der sich doch noch in Grenzen hält. Eigentlich sollte Twitter selbst eine Möglichkeit zur Löschung seiner Tweets anbieten.

Update:

Nach dem Testen des Dienstes habe ich herausgefunden, dass mehr als 150 Nachrichten pro Stunde gelöscht werden können. Man muss nur recht häufig den Dienst durch einen Klick auf ein Popup (keine Werbung)  bestätigen.

20

Mrz

Google AdWords: Aktive Anzeigen werden nicht geschaltet

Kategorie: Online Marketing,SEM

Autor: Benjamin Häntzschel

Nach der Erstellung der Anzeigen in einer Anzeigengruppe bei Google AdWords werden diese nochmals von Google überprüft bevor sie endgültig freigeschaltet werden.

Trotz des Hinweises „Aktiv“ in der Anzeigenübersicht im Konto kann es sein, dass die Anzeigen nicht ausgeliefert werden und keine Impressions und Klicks zu Stande kommen. Um das zu kontrollieren gibt es das Anzeigendiagnose-Tool.

Zu finden ist diese unter dem Reiter:

Werbechancen–>Tools–>Anzeigendiagnose-Tool.

google_adwords_anzeigendiagnose_tool

Hier kann überprüft werden, ob zu dem gebuchten Keyword eine Anzeige ausgespielt wird. Einfach das Keyword eingeben, das Zielland in dem die Anzeige geschaltet ist wählen, und dann auf „Weiter „ klicken. Alternativ können auch Keywords einer kompletten Anzeigengruppe oder Kampagne überprüft werden.

Das Tool zeigt nun an, ob Anzeigen für das Keyword geschaltet werden, oder nicht. Ist dies nicht der Fall, so wird analysiert was die Ursachen für die nicht vorhandene Auslieferung von Anzeigen ist. Ursachen können sein:

  • Anzeige-URL zu ähnlich zu einer anderen Anzeige
  • Negativ gebuchte Keywords schließen die Schaltung aus

Mit der Fehlerdiagnose können Sie nun die Fehler beheben damit Ihre Anzeigen, wie gewünscht, ausgeliefert werden. Nach der Fehlerbehebung sollte das Anzeigendiagnose-Tool nochmals zur Überprüfung genutzt werden.

Eine weitere Hilfe bietet zudem das Anzeigenvorschau-Tool. Hier können Sie selbst prüfen, ob ihre Anzeigen bei den Google Suchergebnissen bei bestimmten Keywords erscheint, ohne dass die Messung verfälscht wird, da die Impressions hier nicht gezählt werden und Klicks nicht möglich sind.

21

Jun

Erste Auswirkungen auf das Gesetz zur Internetsperre

Kategorie: Netzpolitik

Autor: Benjamin Häntzschel

Wie bereits berichtet, haben CDU und SPD am vergangenen Donnerstag das Gesetz zur Sperrung von Internetseiten mit kinderpornographischen Inhalten und der damit verbundenen Schaffung einer Infrastruktur für eine allgemeine Internetzensur verabschiedet. Die Reaktionen darauf vielen nicht nur im redKite Blog sehr kritisch aus. Ich habe die Auswirkungen einmal hier zusammengefasst.

Deutschlandweite Demonstrationen am vergangenen Samstag

Am Samstag kam es, leider kaum in den Medien vertreten, zu deutschlandweiten Protestdemonstrationen gegen die Zensur von Internetsperren. Die Demonstrationen wurden von Mitgliedern und Sympathisanten der Piratenpartei organisiert und standen unter dem Motto „Löschen statt Sperren“. Dafür, dass die Demonstrationen doch sehr kurzfristig zu Stande gekommen sind, hatten sich in den Städten insgesamt einige Hundert Menschen auf die Straße begeben.

Im Blog von Christian Boris Schmidt gibt es ein Video von der Demonstration in Berlin. Dabei wird auch schon auf die nächste Demonstration am 12.09.2009 in Berlin unter dem Motto „Freiheit statt Angst“ hingewiesen.

Erster Pirat im Bundestag

Bereits am Freitag gegen Abend gab es Gerüchte, dass der Bundestagsabgeordnete der SPD, Jörg Tauss , aufgrund der Missachtung von Bürgerrechten in seiner Partei den Austritt in Erwägung ziehe. Klarheit verschaffte er am Samstag auf der Kundgebung der Demonstration gegen Zensur in Berlin. Dort bestätigte er den Austritt und bot der Piratenpartei seine zukünftige Unterstützung an. Die Piratenpartei hat mittlerweile seine Aufnahme begrüßt. Zum momentanen Verfahren, dass noch gegen Tauss läuft gilt die Unschuldsvermutung bis das Gegenteil bewiesen ist. Tauss selber denkt, dass dieses bald eingestellt wird.

Grüne kritisieren Enthaltung ihrer Bundestagsabgeordneten

Viele Mitglieder, auch in höheren Positionen, kritisieren das Verhalten der 15 grünen Bundestagsabgeordneten, die  sich bei der Abstimmung enthalten zu haben. Aus diesem Grund wurde bei den Grünen eine Parteipetition gestartet. Bei den Bundestagsabgeordneten ist wohl noch dringend Aufklärung erforderlich. Jedes Mitglied und Nicht-Mitglied kann die gPetition hier unterstützen.