07
Jul
Auf der US-Seite von Google werden bei der Schaltung von Werbeanzeigen auch die Bewertungen aus der Google Produktsuche mit angezeigt. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis dieses Feature auch in Deutschland aktiviert wird. Händler sollten auf den Start vorbereitet sein, um dann rechtzeitig von den Vorteilen profitieren zu können.
Die Google Produktsuche ist entweder in der vertikalen Suche, durch den Link Shopping, erreichbar oder durch eine Integration der Suchergebnisse in der Universal Search. Shop-Betreiber können sich für die Produktsuche anmelden und müssen dann einen Product Feed für Google erstellen und einreichen. Weitere Informationen zum Google Product Feed finden sich in diesem Artikel auf Google Knol.
Die Shop-Bewertungen werden nicht direkt bei Google abgegeben. Google aggregiert die Bewertungen verschiedener Bewertungsportale wie zum Beispiel Dooyoo.de, Shopvote.de, Cheap-Charlie. Die einzelnen Bewertungen werden zusammengefasst und dann als Sterndarstellung angezeigt (1-5 Sterne).
Erscheint die Anzeige im Premiumbereich, so wird neben der Bewertungsskala auch die Anzahl der Bewertungen mit angegeben. Bei der Anzeige im rechten Bezahlbereich erscheint nur die Bewertungsskala. Mit einem Klick auf rated oder reviews kommt man auf die Bewertungsseite der Google Produktsuche.
Zusätzlich zu der Sternenskala erscheint nun eine Aufteilung in verschiedene Balken, die den Anteil der einzelnen Bewertungen nach Sternanzahl anzeigt. Möchte man den ganzen Bewertungstext lesen, so gelangt man auf das jeweilige Bewertungsportal.
Vorteile
Noch ein recht geringer Anteil an Online-Shops in Deutschland nutzt die Möglichkeiten der Google Produktsuche. Wer in der Produktsuche erscheint und zugleich AdWords schaltet kann doppelt profitieren.
Zum einen bietet die Google Produktsuche eine weitere Möglichkeit kostenlos Traffic auf den eigenen Shop zu leiten. Die Einreichung eines Product Feeds bei Google ist kostenlos. Die anschließenden Klicks verursachen, wie im organischen Bereich der Suchmaschine, keine Kosten.
Zum anderen sticht, durch die Darstellung der Sterne, die AdWords Anzeige mehr ins Auge. Die Wahrscheinlichkeit einer besseren Click-Through-Rate steigt, da noch nicht alle Shops diese Möglichkeit nutzen. Eine bessere Click-Through-Rate (CTR) kann den Qualitätsfaktor steigern. Da der Qualitätsfaktor einen großen Einfluss auf den Klickpreis für die Anzeigen hat, können dadurch die Klickpreise für die Anzeigen sinken.
Gefahren
Liegen die Bewertungen des Online-Shops eher im unteren Bereich, so kann eine zusätzliche Darstellung der Bewertungen in den Anzeigen die CTR sinken lassen. Wer will schon bei einem Shop mit schlechter Bewertung kaufen? Eine schlechtere CTR kann wiederum einen schlechteren Qualitätsfaktor und somit einen höheren Klickpreis für die Anzeige zur Folge haben. Zudem steigt durch einen schlechteren Qualitätsfaktor auch das Mindestgebot zur Anzeige der Anzeige an.
Wer schlechte Bewertungen hat, sollte diese ernst nehmen und die Kritik positiv aufnehmen. Eine Qualitätssteigerung kann sehr schnell das Meinungsumfeld ändern und positive Bewertungen hervorrufen.
Sobald der Bewertungstext voll angezeigt werden soll, gelangt man auf die Seite des entsprechenden Bewertungsportals. Geht der potentielle Käufer nun nicht mehr zurück zur Google Suche, so muss ein entsprechender Link zum Shop auf der Bewertungsseite des Bewertungsportals vorhanden sein. Der Einsprung kann hier jedoch nicht, wie bei Google AdWords mit angegeben werden. Meistens verlinken diese Portale direkt auf die Startseite. Ein gezielter Einsprung ist so nicht möglich und man muss sich darauf verlassen, dass der Kunde den richtigen Weg findet.
Fazit
Hat der Online-Shop positive Bewertungen, so sollte der Google Porduct Feed genutzt werden, um jetzt noch den geringen Wettbewerb dort zu nutzen. Die geringe Teilnahme von Händlern an der Google Produktsuche kann sich zudem durch Hervorheben der Anzeige positiv auf die CTR, den Klickpreis und somit auch möglichen Konversionen auswirken. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis die Integration der Shop-Bewertungen auch auf Google Deutschland eingesetzt wird. Vorbereitungen durch die Teilnahme an der Google Produktsuche und ein Anreizsystem für Bewertungen sollten schon einmal erfolgen.
20
Mrz
Nach der Erstellung der Anzeigen in einer Anzeigengruppe bei Google AdWords werden diese nochmals von Google überprüft bevor sie endgültig freigeschaltet werden.
Trotz des Hinweises „Aktiv“ in der Anzeigenübersicht im Konto kann es sein, dass die Anzeigen nicht ausgeliefert werden und keine Impressions und Klicks zu Stande kommen. Um das zu kontrollieren gibt es das Anzeigendiagnose-Tool.
Zu finden ist diese unter dem Reiter:
Werbechancen–>Tools–>Anzeigendiagnose-Tool.
Hier kann überprüft werden, ob zu dem gebuchten Keyword eine Anzeige ausgespielt wird. Einfach das Keyword eingeben, das Zielland in dem die Anzeige geschaltet ist wählen, und dann auf „Weiter „ klicken. Alternativ können auch Keywords einer kompletten Anzeigengruppe oder Kampagne überprüft werden.
Das Tool zeigt nun an, ob Anzeigen für das Keyword geschaltet werden, oder nicht. Ist dies nicht der Fall, so wird analysiert was die Ursachen für die nicht vorhandene Auslieferung von Anzeigen ist. Ursachen können sein:
- Anzeige-URL zu ähnlich zu einer anderen Anzeige
- Negativ gebuchte Keywords schließen die Schaltung aus
Mit der Fehlerdiagnose können Sie nun die Fehler beheben damit Ihre Anzeigen, wie gewünscht, ausgeliefert werden. Nach der Fehlerbehebung sollte das Anzeigendiagnose-Tool nochmals zur Überprüfung genutzt werden.
Eine weitere Hilfe bietet zudem das Anzeigenvorschau-Tool. Hier können Sie selbst prüfen, ob ihre Anzeigen bei den Google Suchergebnissen bei bestimmten Keywords erscheint, ohne dass die Messung verfälscht wird, da die Impressions hier nicht gezählt werden und Klicks nicht möglich sind.
04
Mai
Im Vergleich zu den USA ist die Twittergemeinde hier doch noch recht klein. In Deutschland twittern nach den web evangelisten mittleweile 62.000 Personen. Tendenz mit ca. 3000 Neuanmeldungen pro Woche ist steigend.
Heute morgen um 11:00 hat Sascha Lobo, der momentan ca. 9300 Follower hat, einen Aufruf zur Unterschreibung der Online Petition gegen die Indizierung und Sperrung von Internetseiten gestartet. Mehr zu dieser Petition findet sich hier.

Tweet von Sascha Lobo
Schon nach kurzer Zeit haben einige denen ich folge den Aufruf mit dem gleichen nochmals getweetet (wiederholt) um weitere Leute darauf aufmerksam zu machen. Mittleweile (Stand 12 Stunden später) haben ca. 11.000 Menschen die Petition schon unterschrieben. Somit übersteigt die Zahl der Unterschriften schon die des ersten Verbreiters.
Es ist spannend zu beobachten, dass in nur so kurzer Zeit so viele Menschen erreicht werden können und diese auch zu eine Handlung ausüben. Bei 62.000 deutschen twitternden Personen in Deutschland sind dies immerhin ca. 18%, wenn man davon ausgehen kann, dass diese erste Anmeldewelle durch Twitter kam. Blogs, andere Social Communities und Nachrichtenportale haben bereits und werden noch zur weiteren Mobilisierung beitragen. Das Strohfeuer dafür wurde jedoch in Twitter gelegt.



