09
Apr
Es gibt viele Gründe, weshalb man seine alten Tweets löschen will. Viele möchten einfach nicht, dass auf so viele Informationen der letzten Jahre zugegriffen werden kann. Auf der Suche nach einer Möglichkeit alle bisherigen Tweets zu löschen hat man bei Twitter im Account nur 2 Möglichkeiten:
1. Jeden Tweet einzeln löschen (sehr aufwendig)
2. Kompletten Account löschen und alle Follower verlieren
Da beide Methoden nicht gerade eine gute und effektive Lösung bieten, habe ich mich auf die Suche nach einer anderen Möglichkeit gemacht. Dabei bin ich auf TwitWipe gestoßen. TwitWipe ist ein Dienst, der es einem ermöglicht automatisch alle Tweets auf einmal zu löschen.
Da momentan nur 150 Tweets pro Stunde automatisch gelöscht werden können, kann es bei einem Account mit über 10.000 und mehr Tweets doch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Das ist jedoch immer noch effektiver als jeden Tweet einzeln zu löschen.
Meiner Meinung nach bietet TwitWipe eine gute Möglichkeit mehrere Tweets zu löschen. Und dass bei einem Aufwand der sich doch noch in Grenzen hält. Eigentlich sollte Twitter selbst eine Möglichkeit zur Löschung seiner Tweets anbieten.
Update:
Nach dem Testen des Dienstes habe ich herausgefunden, dass mehr als 150 Nachrichten pro Stunde gelöscht werden können. Man muss nur recht häufig den Dienst durch einen Klick auf ein Popup (keine Werbung) bestätigen.
02
Jun
Dass man im Internet nicht alle seine Daten preisgeben sollte wissen doch schon die Meisten. Jedoch können auch mögliche harmlose Nachrichten zum Verhängnis werden. Und ich spreche hier nicht von dem Tweet, dass man sich gerade in der Einkaufszone befindet, obwohl man krank geschrieben ist. Der Chef könnte ja mitlesen!Nein, es geht um ganz normale Tweets, wie „Komplette Familie auf dem Weg nach Gran Canaria. Bald gibts Sonne für 2 Wochen“. Was ist an dieser Nachricht so problematisch?
Twitter bietet eine hervorragende Datenbank für Einbrecher. Klar möchte ich jetzt keine Panik verbreiten, aber man sollte sich dieser Gefahr bewusst sein. In den USA ist genau dieser Fall womöglich eingetreten.
Ein Familienvater hat über die Wochenendreise getwittert und dabei erzählt, dass die komplette Familie einen Ausflug unternimmt. Nach dem Wochenende, als er zurück kam, waren Gegenstände im Wert von mehreren Tausend Dollar verschwunden. Dabei sollte man noch erwähnen, dass es sich um den Account der eigenen Videpodcast Firma handelte. Bei den Gegenständen handelte es sich somit um hochwertiges teures Videosequipment, was dem Einbrecher wohl bekannt war.
Es ist zwar noch nicht 100%ig geklärt, ob sich der Einbrecher die Informationen über Twitter besorgt hatte, jedenfalls hätte er diese darüber einfach haben können. Man sollte immer vorsichtig damit umgehen, was man selbst veröffentlicht. Es gibt leider genug schwarze Schafe dort draußen, die das zu ihren Gunsten ausnutzen könnten.
23
Mai
Heute zur Wahl des Bundespräsidenten wurde wieder reichlich über die Geschehnisse bei Twitter geschrieben. Einzelne Nachrichten können dabei immer mit Tags (Schlagworten) versehen werden, um die Nachricht in einen Kontext besser einordnen zu können.
Über eine sogenannte Twitterwall kann man alle Nachrichten sehen, die zum jeweiligen Zeitpunkt mit diesem Tag gekennzeichnet sind. So konnte man verfolgen was die anderen zur Wahl schreiben und es gab auch einige Politiker, die Live von der Wahl des Bundespräsidenten über Twitter berichteten.
Ungefähr 10 Minuten vor der öffentlichen Bekanntgabe durch den Bundestagspräsidenten wurde das Ergebnis bereits durch den Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber mit der genauen Stimmenanzahl verkündet. Ein paar Minuten später konnte man hören, dass einige Nachrichtenagenturen Horst Köhlers Wahlsieg bestätigten. Dies war jedoch dem Zuschauer schon recht klar, da man bereits die Vorbereitungen für einen eindeutigen Wahlsieg sehen konnte und Horst Köhler der Favorit dieser Wahl war.
Twitter konnte sich wieder als schnellstes Mitteilungsmedium für Nachrichten erweisen und war den klassischen Medien wieder einmal voraus.
Ob es politisch korrekt ist, Wahlergebnisse schon vor der offiziellen Bekanntgabe zu veröffentlichen sei mal dahingestellt. Klassische Medien wurden jedoch auch von Bundestagsabgeordneten kurz nach inoffizieller Bekanntgabe unterrichtetet, so dass man den Abgeordneten, der das Wahlergebnis über Twitter veröffentlicht hat, auch nicht verurteilen sollte.
Zur Vollständigkeit hier noch das Wahlergebnis:
Horst Köhler: 613 Stimmen
Gesine Schwan: 503 Stimmen
Peter Sodann: 91 Stimmen
Frank Rennicke: 4 Stimmen
UPDATE:
Hier habe ich noch einen Artikel vom Focus zum Thema gefunden: Link

